(CONNECT) Arthur Stämpfli und Matteo Melfi wollen die Kreislaufwirtschaft im Sportbereich voranbringen. Der Absolvent der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und der Abgänger der Absolvent der HEC Lausanne reagieren damit laut einer Mitteilung darauf, dass weltweit jährlich mehr als 350 Millionen Tennisbälle verbraucht werden, von denen weniger als 5 Prozent wiederverwendet werden. Ein Tennisball braucht etwa 2500 Jahre, um in der Natur abgebaut zu werden.
Deshalb haben Stämpfli und Melfi das Unternehmen Balle Jaune gegründet. Das Start-up will gebrauchte Tennisbälle in Granulat für Sportböden und Spielplätze umwandeln. Das Verfahren basiert auf der vollständigen Zerkleinerung der Bälle, ohne Trennung von Gummi und Filz. Das so gewonnene Granulat ist für Anwendungen wie Sportböden, Spielplätze oder stossdämpfende Beläge geeignet.
Das Unternehmen aus Lausanne hat bereits mehr als 21’000 Bälle bei elf Partnerclubs in der Westschweiz gesammelt. „Wir wollen zeigen, dass Sportabfälle zu einer lokalen Ressource mit hohem Mehrwert werden können“, werden Arthur Stämpfli und Matteo Melfi in der Mitteilung zitiert. „Der Tennisball ist unser Experimentierfeld. Die Kreislaufwirtschaft ist unser Ziel.“
Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der technischen Beschreibung und Zertifizierung des Recyclingmaterials. Dabei werden die mechanischen Eigenschaften des Granulats ermittelt und dessen Einbindung in industrielle Leistungsbeschreibungen validiert. Die Sammlung der Tennisbälle soll auf die gesamte Schweiz ausgeweitet werden. Balle Jaune plant die Umsetzung eines ersten Projekts unter Verwendung des zertifizierten Materials nach Abschluss dieser Phase. ce/gp