600 Haushalte messen Food Waste im Projekt „Aufgabeln! 2026″

Basel/Liestal/Aarau/Bern/Zürich - Mit dem Projekt „Aufgabeln! 2026" sollen erstmals 600 Haushalte in der ganzen Schweiz ihre Lebensmittelabfälle erfassen. Die erhobenen Daten sollen Aufschluss über Umfang, Ursachen und Entsorgung von Food Waste in Privathaushalten geben.

(CONNECT) Das Projekt Aufgabeln! 2026 wird im Rahmen der Nationalen Woche gegen Food Waste erstmals schweizweit durchgeführt. Vom 31. August bis zum 20. September sollen laut einer Mitteilung 600 Haushalte ihren Food Waste mit einer eigens entwickelten App erfassen. Die Anmeldung steht bis zum 30. August offen.

Die Teilnehmenden dokumentieren ihre Lebensmittelabfälle während einer dreiwöchigen Messphase an insgesamt 14 Tagen. Die App zeigt unter anderem die Menge des Food Waste, dessen Auswirkungen auf die Umwelt sowie den finanziellen Wert der entsorgten Lebensmittel an. Sie kann auch nach Ablauf der Testphase weiterhin genutzt werden.

Die erhobenen Daten werden anonymisiert ausgewertet und sollen den beteiligten kantonalen und städtischen Verwaltungen als Grundlage für weitere Massnahmen gegen Lebensmittelverschwendung dienen.

Durchgeführt wird das Projekt von der Citizen-Science-Agentur catta GmbH in Aarau. Partner sind die Kantone Aargau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die Städte Bern und Zürich. Unterstützt wird die Aktion, die in den Jahren 2023 und 2024 bereits als Pilot in mehreren Gemeinden im Kanton Aargau getestet wurde, von der Seedling Foundation.

Laut den Projektverantwortlichen fallen in der Schweiz jährlich rund 2,8 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette an. Ein wesentlicher Teil davon entsteht in Privathaushalten und verursacht rund ein Drittel der Umweltbelastung durch Food Waste. ce/as