NIKIN folgt gebrauchter Kleidung nach Ostafrika

Aarau - Die Gründer von NIKIN sind anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Textilfirma nach Kenia und Uganda gereist. Dort gingen Nicholas Hänny und Robin Gnehm dem Umgang mit Alttextilien aus dem globalen Norden nach. Ihre Eindrücke werden am 24. Oktober bei NIKIN präsentiert.

(CONNECT) Nicholas Hänny und Robin Gnehm sind anlässlich des zehnjährigen Bestehens ihrer Textilfirma NIKIN mit einem kleinen Team nach Kenia und Uganda gereist. Dort gingen die Gründer der nachhaltigen Modemarke der Frage nach, was in Ostafrika mit nicht mehr getragener Kleidung aus dem globalen Norden geschieht. Die auf einer Mülldeponie in Nairobi, einem Second-Hand-Markt in Kampala und beim Upcycling-Label Buzigahill gewonnenen Eindrücke haben Hänny und Gnehm gezeigt, „wie eng Überkonsum, Lebensgrundlagen und neue Geschäftsmodelle miteinander verbunden sind“, schreibt NIKIN in einer Mitteilung zur Reise.

Der Besuch auf der Dandora-Mülldeponie in der Hauptstadt Kenias gehörte zu den eindrücklichsten Erfahrungen der gesamten Reise. Zwischen brennenden Müllbergen haben die NIKIN-Gründer auch noch tragbare Kleidung gesehen. Sie wird von der Organisation Dandora Green gesammelt und zu neuen Textilien verarbeitet.

Auf dem Owino-Markt in Kampala wird Altkleidung aus unterschiedlichen Teilen der Welt repariert, angepasst und wieder verkauft. Hier hätten die NIKIN-Gründer gesehen, „wie viel Arbeit und Können in der weiteren Nutzung von Kleidung steckt“, wird Hänny in der Mitteilung zitiert. „Secondhand ist für viele Menschen eine Lebensgrundlage.“ Beim ebenfalls in der ugandischen Hauptstadt ansässigen Modelabel Buzigahill werden Secondhand-Textilien zerlegt und zu neuen Kleidungsstücken verarbeitet. Ein Teil davon geht zurück in den globalen Norden.

„Wir kamen motiviert und inspiriert zurück, aber auch nachdenklich“, erläutert Hänny. Für ihn geht die Verantwortung über den Verkauf der Produkte hinaus: „Wir müssen stärker berücksichtigen, wie lange Kleidung getragen werden kann und was danach mit ihr geschieht“. Aus der Reise nach Nairobi und Uganda ist ein Video-Dokumentation entstanden. NIKIN wird sie am 24. Oktober in Aarau im Rahmen des TreeFests zum zehnjährigen Firmenjubiläum erstmals zeigen. ce/hs