Effizient, emissionsarm und wirtschaftlich bald konkurrenzfähig? Bei der Swissbau Startup Challenge gewannen die Co-Founder von Impact.Build, Lauren Vasey und Kunaljit Chadha, den Circular Award für ihr Geschäftsmodell. Wir wollen von ihnen wissen, was ihnen dieser Preis bedeutet – und welche konkreten Chancen ihr Startup nutzen will.
Wie bringt man Robotik und Zirkularität auf die Baustelle?
Lauren Vasey: Impact.Build kombiniert robotergestützte Produktion mit CO₂-armen Materialien, die weltweit lokal verfügbar sind. Wenn wir beides verbinden, können wir neue Bauprodukte entwickeln, die nicht nur nachhaltig, sondern auch preislich konkurrenzfähig sind. Dass wir den Circular Award gewonnen haben, ist verschafft uns Sichtbarkeit und gibt uns Bestätigung. Innovationskraft und Marktlogik müssen sich nicht ausschliessen.
Wie überwindet man als Startup die nächsten Hürden im Bauwesen?
Lauren Vasey: Wir brauchen nun reale Bauprojekte, in denen unsere Lösungen getestet werden, wir brauchen Besteller:innen.
Kunaljit Chadha: Wir realisieren aktuell ein Pilotprojekt mit Fassadenmodule bei der Empa in Dübendorf. Die Module fertigen wir im ETH-Labor an und montieren sie danach vor Ort. Es ist Teil unseres Geschäftsmodells, dass wir als Subunternehmen agieren. Parallel entsteht in Indien eine Mikrofabrik – eine mobile Produktionseinheit, wo wir mit lokalen Ressourcen arbeiten. So wollen wir den Praxis-Beweis erbringen.
Was braucht es aus Sicht der Praxis, damit zirkuläres Bauen Realität wird?
Lauren Vasey: Es braucht klare Regeln. Die Regulierungen zu Emissionen, Rückbau und Materialwiederverwertung müssen verschärft werden.
Kunaljit Chadha: Die Bauindustrie ist auf der ganzen Welt eine konservative Branche. Wenn wir in der Schweiz vorangehen, ist das ein wichtiges Vorbild und eine Chance für die Schweizer Wirtschaft.
👉 Informationen über Impact.Build findest du auf ihrem LinkedIn-Profil oder auf der Webseite.
👉 Wenn du dich für zirkuläre Business-Lösungen interessierst, abonniere unseren monatlichen Newsletter!