(CONNECT) Die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) führt eine Sensibilisierungskampagne gegen das Wegwerfen von Abfällen im öffentlichen Raum durch, das sogenannte Littering. Sie ist Teil der Initiative einer Littering-Studie, die sie in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) durchführt. Laut einer Mitteilung führen die von der IGSU ergriffenen Massnahmen insgesamt zu einer Reduktion des wilden Abfalls in Picknick- und Freizeitbereichen um etwa ein Drittel.
Die Initiative umfasst verschiedene Aktionen, darunter eine Plakataktion auf der Place du Vieux-Port in Lausanne. Interessierte konnten auf einem leeren Plakat frei ihre Gedanken, Slogans, Zeichnungen oder Unterschriften anbringen, wie eine sauberen Umwelt möglich gemacht werden kann. Hinzu kamen individuelle Sensibilisierungsgespräche, die auf einem direkten Austausch mit Passantinnen und Passanten zu Thema wilder Abfall und Recycling basieren. Diese Art von Massnahme ermöglicht laut IGSU eine Reduktion des Abfalls im öffentlichen Raum um 27 Prozent.
Laut einer früheren Mitteilung der IGSU umfassen die Massnahmen auch Wegweiser zu Abfallbehältern, spielerisch gestaltete Abfallbehälter sowie Sortierstationen. Insgesamt ermöglichen solche Massnahmen eine Reduktion des Litterings um 31 bis 38 Prozent. „In Zusammenarbeit mit Städten, Gemeinden und Schulen setzen wir seit vielen Jahren auf situationsspezifische Massnahmen und Sensibilisierungsmassnahmen“, wird IGSU-Direktorin Nora Steimer in der Mitteilung in der Mitteilung zitiert.
Die 2007 gegründete und in Zürich ansässige IGSU koordiniert nationale Präventionskampagnen. Sie arbeitet im Rahmen von pädagogischen Workshops, Standortpatenschaftsprojekten und lokalen Aufräumaktionen mit Gemeinden und Schulen zusammen. Die Organisation sensibilisiert jährlich rund 196’000 Menschen an öffentlichen Orten, in Schulen, auf Märkten, bei Veranstaltungen und in Gastronomiebereichen in der Schweiz. ce/gp