(CONNECT)Francesco Stellacci gehört zu den 182 Empfangenden der vom Europäischen Forschungsrat (ERC) vergebenen Proof of Concept-Förderungen. Laut einer Mitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) erhält er eine Förderung in Höhe von 150’000 Euro für sein Projekt „Sustainable High-Performance Protein-based Multilayer Films (SHiPs)“. Dieses Projekt wird im Labor Supramolecular Nano-Materials and Interfaces Laboratory (SuNMIL) der EPFL entwickelt.
Im Rahmen des Projekts werden Verpackungsfolien auf der Basis von Proteinen aus Lebensmittelabfällen und natürlichen Ölen entwickelt. Diese Materialien werden durch eine reversible chemische Bindung miteinander verbunden, wodurch die Struktur ohne zahlreiche Zusatzstoffe gesteuert werden kann. Sie behalten bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 Prozent etwa 90 Prozent ihrer Steifigkeit bei. Sie bieten eine bessere Barriere gegen Sauerstoff und Wasserdampf als viele derzeit verwendete Kunststoffe.
Die Materialien können durch chemischen Abbau wiederverwertet werden, durch biochemische Prozesse in Aminosäuren umgewandelt oder in der Umwelt biologisch abgebaut werden. Das Projekt konzentriert sich auf Einweg-Lebensmittelverpackungen und zielt darauf ab, Prototypen für einen künftigen industriellen Transfer und eine mögliche Kommerzialisierung zu entwickeln.
Francesco Stellacci ist Professor an der EPFL und leitet das Labor Supramolecular Nanomaterials and Interfaces. Seine Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung und Untersuchung von Nanomaterialien und funktionellen Grenzflächen, insbesondere von supramolekularen Oberflächen und Nanopartikeln mit kontrollierten chemischen Heterogenitäten. Er untersucht, wie die molekulare Organisation im Nanomassstab die mechanischen, chemischen und biologischen Eigenschaften von Materialien beeinflusst. ce/gp