(CONNECT) Fabric Loop hat den Fahrplan für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für Textilien in der Schweiz veröffentlicht. Die Roadmap 2035 konkretisiert die Ziele der Initiative und zeigt auf, wie diese erreicht werden sollen. Sie sieht gemäss einer Mitteilung den Aufbau einer Branchenorganisation vor, die Aktivitäten in den Bereichen Wiederverwendung, Reparatur und Recycling koordiniert und umsetzt.
Bis 2035 sollen sämtliche gesammelten Textilien in der Schweiz sortiert und 60 Prozent wiederverwendet oder recycelt werden. Zudem sollen die Deponierung von Textilien vermieden sowie Material- und Finanzflüsse jährlich offengelegt werden.
Die Umsetzung soll in drei Phasen erfolgen. In der Übergangsphase bis 2028 sollen die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen geschaffen werden. Mit der Inbetriebnahme wird das bestehende Sammelsystem schrittweise in die neue Branchenlösung überführt. In der anschliessenden Skalierungsphase sollen Innovationen sowie neue Kapazitäten für Sortierung, Wiederverwendung und Recycling dazu beitragen, die Ziele bis 2035 zu erreichen. „Wir möchten von Beginn an offen aufzeigen, wie wir vorgehen und wo Chancen und Hürden liegen“, so Geschäftsführerin Simone Alabor.
Für den Betrieb der Branchenlösung sieht die Roadmap einen vorgezogenen Kreislaufbeitrag auf verkaufte Textilien vor. Voraussetzung sei, dass sämtliche Marktteilnehmer einschliesslich Online-Plattformen das System mitfinanzieren.
„Die Herausforderung – und somit auch die Lösung – ist systemischer Natur“, wird Nina Bachmann, Präsidentin von Fabric Loop und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Textiles, zitiert. Swiss Textiles hat Fabric Loop 2024 mitgegründet. ce/as