(CONNCET) Forschende des Labors Materials for Energy Conversion an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit Sitz in Dübendorf arbeiten laut einer Mitteilung an der Entwicklung eines Elektrolyseverfahrens, mit dem sich der Kunststoff Ethylen aus Emissionen von Kohlendioxid herstellen lässt. Die Forschungen finden im Rahmen des von der EU finanzierten Projekt REACT (Renewable Electrochemical Advanced Conversion of CO2 to Target products) statt. Das Programm läuft im Rahmen von Horizon Europe über 48 Monate von Mai 2026 bis April 2030.
„Das Ziel des REACT-Projekts ist es, einen funktionsfähigen Prototypen eines Elektrolyseurs für die Umwandlung von CO2 in Ethylen zu entwickeln und damit den technologischen Reifegrad deutlich zu erhöhen“, wird Corsin Battaglia, Leiter des Empa-Labors, in der Mitteilung zitiert. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht das Rezyklieren von Kohlendioxid aus Branchen, bei denen sich Emissionen nur schwer mindern lassen, so in der Stahl-, Zement- oder auch Chemieindustrie. Hier arbeitet die Empa mit einem elektrochemischen Tandemverfahren, bei dem sich Kohlendioxid mit geringer Reinheit ohne kostspielige Vorbehandlungen in chemische Grundstoffe wandeln lässt. Die dafür benötigte Energie stammt aus erneuerbaren Quellen. Untersucht werden unter anderem die Einflüsse der Verunreinigungen auf die Lebensdauer der im Elektrolyseur verwendeten Katalysatoren. Dabei nutzen die Forschenden einen in der Empa entwickelten Parallelreaktor für die CO2-Elektrolyse.
REACT fördert kreislauforientierte Kohlenstoff-Wertschöpfungsketten. „Was wir im Rahmen von REACT lernen und entwickeln, wird auch dazu beitragen, andere CO2-Umwandlungstechnologien voranzubringen, beispielsweise zur Herstellung synthetischer Treibstoffe“, so Battaglia. ce/ww