FULL CIRCLE 2026: Ansätze zur Skalierung der Kreislaufwirtschaft in der Praxis

Das Symposium FULL CIRCLE 2026 hat eindrücklich gezeigt: Die Kreislaufwirtschaft ist längst mehr als ein theoretisches Konzept – sie befindet sich auf dem Weg in die praktische Umsetzung. Rund 120 Teilnehmende diskutierten am 23. und 140 am 24. April zentrale Fragen der Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft.

Medienmitteilung des Organisationskomitees des FULL CIRCLE Symposiums

Nationale und internationale Fachpersonen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung kamen zusammen, um konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten. Im Zentrum standen dabei insbesondere Skalierung und Anwendung: Panels, Keynotes und Workshops zeigten auf, wie zirkuläre Modelle erfolgreich Hürden überwinden und in die Praxis überführt werden.

Der Auftakt am Donnerstag setzte strategische Impulse mit internationaler Perspektive. Regierungsrat Kaspar Sutter (Kanton Basel-Stadt) unterstrich in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung politischer Rahmenbedingungen und betonte die Rolle von BaselCircular: «Die Kreislaufwirtschaft ist eine Chance für unseren Wirtschaftsstand
ort. Entscheidend ist, dass wir jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.»

Der Schriftsteller Lukas Bärfuss plädierte für einen differenzierten sprachlichen Umgang mit der Klimakrise: Statt Panikrhetorik brauche es eine Haltung der Sorge im doppelten Wortsinn. Denn wer sich sorge, trage auch Sorge und spüre Verantwortung. Internationale Beiträge, unter anderem von Guy Vincent (Circular Amsterdam) sowie Christopher Kronenberg (Fachhochschule des BFI Wien & Circular Economy Forum Austria), beleuchteten unterschiedliche Wege zur erfolgreichen Verankerung zirkulärer Ansätze.

Am zweiten Tag lag der Fokus konsequent auf der Umsetzung. In interaktiven Deep-Dive-Formaten arbeiteten die Teilnehmenden an konkreten Fragestellungen aus verschiedenen Bereichen – darunter Architektur und Bau, Textilwirtschaft, Künstliche Intelligenz, Ernährung, Einsatz von Lösungsmitteln, Geschäftsmodelle und Kreativwirtschaft.

Carole Tornay von BaselCircular betonte den Mehrwert des Formats: «In solchen Formaten kommt unterschiedliches Know-how zusammen – genau dieser Austausch ist ein Schlüsselfaktor für die Transformation.»

Organisiert wurde das Symposium gemeinsam von Tina Haisch von der Hochschule für Wirtschaft und Ralf Michel von der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW, eingebettet in das strategische Zukunftsfeld «Zero Emission». Für die Initiierenden Ralf Michel und Tina Haisch ist klar: «Es braucht Räume, in denen Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln.»

Das Symposium wurde unterstützt von Roche, IWB, BaselCircular, Circular Black Forest, den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft, der Schweizerischen Eidgenossenschaft sowie Interreg Oberrhein.

Die nächste Ausgabe von FULL CIRCLE findet am 18. und 19. März 2027 im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche der FHNW statt.

Kontakt:
Prof. Dr. Tina Haisch und Dr. Ralf Michel
Organisationskomitee FULL CIRCLE Symposium

Prof. Dr. Tina Haisch: +41 61 279 1837 / tina.haisch@fhnw.ch
Dr. Ralf Michel: +41 79 303 07 85 / ralf.michel@fhnw.ch