Europäische Kommission startet Internetseite zum Digitalen Produktpass

Brüssel - Die Europäische Kommission hat die Internetseite zum Digitalen Produktpass lanciert. Sie stellt Informationen zu Produkten für Unternehmen, Verbraucher, Regulierungsbehörden und andere Interessierte bereit. Zunächst werden dort Angaben zu den Inhaltsstoffen von Batterien bereitgestellt, später sollen Textilien und Baustoffe hinzukommen.

(CONNECT) Das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben 2024 die Verordnung der Europäischen Union über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte verabschiedet. Nun hat die Europäische Kommission die Internetseite Digital Product Passport (DPP) lanciert, damit Unternehmen, Verbraucher und andere Akteure die Verordnung umsetzen und durch Kreislaufwirtschaft Mehrwert schaffen können, wie es in einer Mitteilung heisst.

Auf der Seite werden die Produktzusammensetzung und die Umweltauswirkungen erläutert, Hinweise zur Entsorgung gegeben und weitere Faktoren aufgeführt, die Wiederverwertung und die Wiederverwendung von Waren im EU-Binnenmarkt fördern.

„Ganz gleich, ob Sie ein Unternehmen sind, das sich auf künftige Anforderungen vorbereitet, eine Behörde, die die Umsetzung unterstützt, ein Verbraucher, der an transparenteren Produktinformationen interessiert ist, oder ein anderer Akteur entlang der Wertschöpfungskette – die Landingpage bietet Ihnen eine zentrale Anlaufstelle, um auf dem Laufenden zu bleiben“, so die Mitteilung.

Auf der Internetseite sollen künftig weitere Produkte und Einzelheiten hinzugefügt werden. Als nächstes werden voraussichtlich Textilien, Eisen, Stahl und Bauprodukte hinzukommen. Derzeit sind dort Informationen zu Industriebatterien, Batterien für Elektrofahrzeuge und anderen Batterietypen aufgeführt. Die EU hat eine Frist bis Februar 2027 für die ordnungsgemässe Wiederverwertung grosser Batterien gesetzt.

Unternehmen werden darüber hinaus in der Lage sein, ihre Managementsysteme mit einem Register zu verknüpfen. Damit können sie den Verwaltungsaufwand und die Fixkosten reduzieren und die Herkunft ihrer Produkte dokumentieren. „Der Digitale Produktpass ist ein entscheidender Faktor für die Kreislaufwirtschaft, einen transparenteren Binnenmarkt und fundiertere Kaufentscheidungen der Verbraucher“, heisst es in einer weiteren Mitteilung.

Die Privatwirtschaft hat bereits praktische Hilfsmittel auf den Markt gebracht, die Unternehmen bei der Umsetzung des Digital Product Passport unterstützen. So ist beispielsweise seit September 2025 das dynamische Werkzeug Digital Product Passport Compass Cradle to Cradle der epeaswitzerland gmbh verfügbar. Epeaswitzerland hat ihren Hauptsitz in Widnau SG. ce/jd